Bioeconomy Deep Dives
Wertschöpfungsketten unterliegen seit jeher einem stetigen Wandel. Jeder Impuls breitet sich über die bilateralen Kontaktpunkte der Wertschöpfungsstufen aus, sodass sich Angebot und Nachfrage ausgleichen und die Effekte technologischer Neuerungen verbreitet werden. Aktuell summieren sich jedoch mehrere externe Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Klimakrise und das Schwinden natürlicher Ressourcen bei gleichzeitig hoher Dynamik zu einem bislang unbekannten Transformationsdruck. Parallel dazu können zukunftsträchtige Wertschöpfungsketten ihr Potenzial noch nicht entfalten.
Die vom RootCamp konzipierten Bioeconomy Deep Dives zielen darauf ab, geeignete Wertschöpfungsketten zu analysieren und gemeinsam mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren Skalierungshemmnisse sowie ungenutzte Potenziale zu verstehen, zu benennen und zu priorisieren. Durch die direkte Beteiligung von Akteurinnen und Akteuren können Innovationslücken identifiziert, überbrückt und Hemmnisse beseitigt werden.
Die für das Format geeigneten Wertschöpfungsketten zeichnen sich durch ein hohes Veränderungspotenzial des bestehenden Status quo aus. Die Bewertungsstruktur berücksichtigt Faktoren wie technologische Entwicklungen und Marktveränderungen sowie externe Einflüsse wie Infrastruktur, Energie, Regularien und Umwelt. Die kritische Masse wird durch ein ausreichendes Gesamtvolumen eines homogenen Materialflusses, eines Nutzungspfads oder regionaler Konzentration erreicht.
Durch die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette entlang des Stoffstroms werden alle relevanten Stakeholder berücksichtigt und ein multilateraler Austausch ermöglicht. Die verschiedenen Perspektiven können sich so ergänzen. Unter Annahme einer mittelfristig möglichen skalierten Entwicklung werden Herausforderungen und Chancen skizziert und mögliche Auswirkungen direkt adressierbar gemacht. Regulatorische Hemmnisse, fehlende Verarbeitungsinfrastrukturen, Bedarf an Kooperationen, Innovationslücken, technologische Lösungen oder Entwicklungsbedarfe werden sichtbar und können priorisiert sowie gemeinschaftlich angegangen werden. Die der Transformation zugrunde liegenden global wirkenden Herausforderungen werden spezifisch und fokussiert bearbeitet, sodass Entscheidungstragende innerhalb der Wertschöpfungskette aktiv werden können.