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Gesamtwirtschaftliche und institutsbezogene Rahmenbedingungen

Internationale Zins- und Geldpolitik

Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland nach zwei Rezessionsjahren ein nur geringes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 % zum Vorjahr. Das Wachstum war vor allem auf gestiegene Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates zurückzuführen. Die Exportwirtschaft war höheren US-Zöllen, der Euro-Aufwertung und der stärkeren Konkurrenz aus China ausgesetzt. Entsprechend gaben die Exporte erneut nach. Zudem hielt die Investitionsschwäche an. Sowohl in Ausrüstungen als auch Bauten wurde weniger investiert als im Vorjahr.1

Die Inflationsrate im Euroraum ging im Jahresverlauf 2025 weiter zurück. Der Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) sank zunächst von 2,5 % im Januar auf 1,9 % im Mai. Im zweiten Halbjahr nahm die Dynamik zunächst wieder leicht zu, um sich dann wieder abzuschwächen. Die Verbraucherpreise lagen im Dezember 1,9 % höher als im Vorjahresmonat und durchschnittlich 2,1 % über dem Vorjahr 2024.2

Entsprechend der günstigen Inflationsentwicklung senkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Ein­lagen­satz in der ersten Jahreshälfte 2025 in vier Schritten von 3,00 % auf 2,00 % im Juni und ließ ihn anschließend bis zum Jahresende unverändert. Die EZB gab ferner bekannt, dass sich ihre Wertpapierbestände im Rahmen des Asset Purchase Programms (APP) bzw. des Pandemic Emergency Purchase Programms (PEPP) in einem maßvollen und vorhersehbaren Tempo verringerten, da das Eurosystem die Tilgungsbeträge von Wertpapieren bei Fälligkeit nicht wieder anlegte.3

Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) lockerte ihre Zinspolitik im abgelaufenen Jahr 2025 ebenfalls weiter. Ab Ende Oktober senkte die Fed ihren Leitzins in drei Zinsschritten von der Spanne von 4,25 % bis 4,50 % auf die Spanne von 3,50 % bis 3,75 % am Jahresende.4

Der Euro gewann im Verlauf des Jahres 2025 im Vergleich zum US-Dollar an Wert. Ende 2025 stellte die EZB den Referenzsatz für den Euro-Dollar-Wechsel­kurs bei 1,175 fest, 13,1 % über dem Satz zum Jahresende 2024 (1,039).5

Entwicklung der langfristigen Zinssätze

Am Kapitalmarkt führte die Ankündigung einer schuldenfinanzierten Erhöhung der Staatsausgaben für Infrastruktur und Rüstung durch die neue Bundesregierung Anfang März zu einer deutlichen Erhöhung der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Die Renditen gingen zwar in den darauffolgenden Wochen zunächst zurück, stiegen aber bis zum Jahresende erneut an. Damit lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am Jahresende 2025 mit 2,86 % über dem Jahresendstand 2024 mit 2,36 %.6

Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds im Fördergeschäft

Nach Schätzung des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft stieg der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft im Jahr 2025 leicht auf 76,8 Mrd. Euro, 1,7 % mehr als im Vorjahr. Während der Produktionswert in der Pflanzenproduktion um 5,2 % auf 32,4 Mrd. Euro sank, stieg der Wert in der Tierproduktion sowie von tierischen Erzeugnissen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 8,4 % auf 39,3 Mrd. Euro an. Hier stand der Nachfrage ein eher knapp bemessenes Schlachtviehangebot gegenüber, sodass es zu höheren Erzeugerpreisen kam. Dies galt jedoch nicht für Schweine, für die die Erlöse geringer waren. Für Rohmilch und Eier wurde den Landwirtinnen und Landwirten im Jahresdurchschnitt dagegen mehr gezahlt.

In der Pflanzenproduktion lagen die Erzeugerpreise mehrheitlich unter dem Vorjahresniveau, insbesondere bei Kartoffeln, Zuckerrüben, Futterpflanzen und Frischgemüse. Bei Getreide konnte die mengenmäßig gute Ernte den Preisrückgang dagegen überkompensieren. Entsprechend stieg der Produktionswert. Höhere Erlöse gab es außerdem bei Ölsaaten und Obst.7

Insgesamt stellte sich die wirtschaftliche Situation der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2024/2025 (1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025) nur geringfügig besser dar. Im Durchschnitt lag das Unter­nehmensergebnis der Betriebe mit 78.500 Euro gegenüber dem Vorjahreswert um 0,4 % höher.8

Der Umsatz der deutschen Ernährungswirtschaft stieg 2025 um rund 10 Mrd. Euro auf 240 Mrd. Euro. Exporte trugen zu 23,6 % zu diesem Ergebnis bei. Vor allem die immer noch hohen Kosten für Verbraucher, insbesondere für frische Lebensmittel, treiben den Umsatz des Sektors.9

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gewann 2025 in Deutschland weiter an Bedeutung. Sie stieg um 1 % auf 289,5 Terrawattstunden (TWh). Der größte Anteil der Stromerzeugung entfiel auf Windkrafterzeugung an Land (37 %), gefolgt von Photovoltaik (31 %) und Biomasse (15 %). Der vorläufige Nettozubau von Windkraft an Land betrug 2025 4.605 Megawatt (MW), 7,2 % mehr als im Vorjahr. Bei der Photovoltaik lag der vorläufige Nettozubau bei 16.577 MW, 16,5 % mehr als 2024.10