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E1-6 – THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

Methodischer Rahmen

Die Rentenbank erhebt ihre Treibhausgasemissionen jährlich nach anerkannten Standards und nutzt die Ergebnisse als quantitative Grundlage für Klima-strategie, Zielverfolgung und die Weiterentwicklung des Maßnahmenportfolios.

Die Bilanzierung des Bankbetriebs erfolgt gemäß dem GHG Protocol. Die Berechnung wurde dabei mithilfe des VfU-Tools durchgeführt. Die Angaben beziehen sich dabei auf die Landwirtschaftliche Rentenbank als konsolidierte Berichtseinheit. Es bestehen keine Tochtergesellschaften oder Joint Ventures mit relevanten operativen Emissionen, die nach operativer Kontrolle in Scope 1/2 einzubeziehen wären. 

Die finanzierten Emissionen wurden nach dem Standard der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) berechnet. Die Berechnung erfolgt dabei standardgerecht, schwerpunktmäßig für die Anlageklasse Unternehmensfinanzierung. Je nach Verwendungszweck kommen ergänzend geeignete Anlageklassen (zum Beispiel Projekt- oder Immobilienbezug, soweit anwendbar) zum Einsatz. Die Zuordnung erfolgt anhand der Verwendungszwecke des Förder- und Kreditgeschäfts und deren Mapping auf NACE-Codes sowie sektoralen Emissionsintensitäten (unter anderem auf Basis der EXIOBASE-Faktoren). Die Abdeckung folgt dem in PCAF vorgesehenen Ansatz für die relevanten Anlageklassen im Förder- und Kreditgeschäft.

In den ersten beiden Jahren der Berechnung der finanzierten Emissionen wurden lediglich die steuerungsrelevanten Scope 1 & 2-Emissionen der finanzierten Unternehmen bilanziert. Die gesetzten Reduktionsziele der finanzierten Emissionen umfassen entsprechend auch nur diese Scopes. Seit der Bilanzierung des Geschäftsjahres 2025 wurden die Scope 3 Emissionen der finanzierten Emissionen ebenfalls in die Berechnung mitaufgenommen, was eine Vergleichbarkeit der finanzierten Emissionen erschwert. Zusätzlich wird die Methodik des Carbon Accounting fortlaufend verbessert und angepasst. So können beispielsweise nach und nach mehr Bilanzposten der Aktivseite der Rentenbank in die Berechnung mitaufgenommen werden, was eine Vergleichbarkeit der absoluten THG-Emissionen ebenfalls erschwert.

Gemäß PCAF ergibt sich ein durchschnittlicher Datenqualitäts-Score von 5 (niedrigste Datenqualität), da die Bilanzierung für große Teile des Portfolios auf sektoralen Durchschnittswerten basiert. Die Rentenbank arbeitet fortlaufend daran, die Datenqualität schrittweise zu erhöhen (zum Beispiel durch Förderung und stärkere Verfügbarkeit betrieblicher Klimabilanzen).

THG-Gesamtemissionen (Summe Scope 1, 2, 3)

Übersicht THG-Emissionen 2025 (kt CO₂e)

  2025
Scope 1 0,5
Scope 2 (market based) 0
Scope 2 (location based) 0,87
Scope 3 (finanzierte Scope 1 und 2 Emissionen der Kreditnehmenden) 19.162
Scope 3 (finanzierte Scope 3 Emissionen der Kreditnehmenden) 9.831
Scope 3 (finanzierte Emissionen gesamt) 28.993
Gesamt THG-Emissionen (market based) 28.994
Gesamt THG-Emissionen (location based) 28.995

Übersicht finanzierte THG-Emissionen 2025 (kt CO₂e)

Portfolio Saldo
(in Mio. €)
THG-Emissionen
Scope 1 & 2 
(in kt CO₂e)
THG-Emissionen
Scope 3 
(in kg CO₂e)
THG-Intensität
Scope 1 & 2
(in kt CO₂e/MEUR)
THG-Intensität
Scope 3
(in kg CO₂e/MEUR)
Programmkredite gesamt 37.957 19.152 8.245 0,50 0,22
Landwirtschaft 14.361 16.738 5.825 1,17 0,41
Sonstige Fördersparten 23.596 2.414 2.420 0,10 0,09
Wertpapiere 18.537 10,16 1.559,35 0,00 0,08

Innerhalb der finanzierten Emissionen entfällt der größte Anteil auf das Landwirtschaftsportfolio, was die besondere Relevanz des Agrarsektors für die Klimasteuerung der Rentenbank widerspiegelt. Im Wertpapiergeschäft dagegen sind die finanzierten Emissionen so gering, weil die Geschäftspartner ausschließlich Finanzinstitute sind.

THG-Intensität

Die THG-Emissionsintensität wird als Verhältnis der gesamten Treibhausgasemissionen zu den Nettoumsatzerlösen berechnet. Die Nettoumsatzerlöse entsprechen den Ertragspositionen gemäß HGB und RechKredV (Zinserträge und ähnliche Erträge, Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen, Provisionserträge, Nettoergebnis aus Finanzgeschäft/Finanzanlagen sowie sonstige betriebliche Erträge).

THG-Intensität (Gesamtemissionen mit marktbasiertem Ansatz) 9,88 t CO₂e/Mio. EUR Nettoumsatz
THG-Intensität (Gesamtemissionen mit standortbasiertem Ansatz) 9,88 t CO₂e/Mio. EUR Nettoumsatz

Ergänzende interne Steuerungskennzahl

Unabhängig von der ESRS-Pflichtkennzahl nutzt die Rentenbank zur Portfoliosteuerung die oben genannte interne Intensitätskennzahl auf Basis der offenen Salden des Fördergeschäfts (zum Beispiel t CO₂e je Mio. EUR Saldo). Diese Kennzahl dient der internen Steuerung und ist nicht identisch mit der ESRS-Intensität je Nettoeinnahme.