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SWOT-Analyse

Auf Basis der Interviewaussagen wurde eine SWOT-Analyse durchgeführt (siehe Grafik 2). Diese Art der Analyse kann helfen, die Perspektive der Akteure, Stärken und Schwächen sowie Risiken und Chancen der Wertschöpfungskette besser zu verstehen.

Die Darstellung basiert auf Ansichten und subjektiven Erfahrungen der Interviewpartner und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Ergebnisse dieser SWOT-Analyse dienten der Hypothesenfindung und inhaltlichen Vorbereitung für den Workshop.

Deep Dive Nutzhanf SWOT Staerken Stärken Deep Dive Nutzhanf SWOT Schwaechen Schwächen Deep Dive Nutzhanf SWOT Chancen Chancen Deep Dive Nutzhanf SWOT Risiken Risiken
- Regionaler Bezug möglich - Angebotsfluktuation: Natürliche Materialien sind saisonal – fossilbasierte Synthetikmaterialien nicht. - Nachhaltigkeitsgedanke in der Gesellschaft populär - Mangelnde Koordination und Absprachen entlang der Wertschöpfungskette
- Extrem schnell wachsender Rohstoff - Qualitätsdefizite bzw. Heterogenität des Rohstoffs (Schäben und Fasern) - Vertikale Integration (Bsp. Dun Agro, HempFlax im europäischen Ausland) - Perspektive Landwirtschaft: unsichere Abnahme, Qualitätsschwankungen
- Reststoffverwertung, Zirkularität - Herausforderung Transport und Lagerung der Schäben (hohes Volumen bei geringem Wert) - Mobile Anlagen für Faseraufschluss - Perspektive Verarbeitung: keine ausreichenden Rohstoffe in homogener Qualität, schwierige Planbarkeit
- Koppelnutzung sehr nachhaltig und sinnvoll - Perspektive Verarbeiter: Koordination mit Landwirten war in der Vergangenheit schwierig. - Cannabislegalisierung könnte zu neuem Schwung führen → Momentum? - Konkurrenz und Verwechslung mit medizinischer Hanfnutzung → Image
- Substitutionspotenzial für viele fossilbasierte Rohstoffe - Koppelnutzung oft nicht praktikabel: Erntezeitpunkte für Stroh im August optimal, Körnerreife im September - Hohe intrinsische Motivation vieler Akteure - Kriminalisierung von Hanfbauern
- Langfristige Speicherung von CO₂, wenn Schäben in Akustikpaneelen, Dämmung oder Baumaterial verwendet - Hohe Investitionskosten für Anlage zur Trennung von Holz (Schäben) und Fasern - Wunsch: Eiweißpflanzenstrategie 2.0 mit expliziter Erwähnung von Hanf als Nicht-Hülsenfrucht - Wankelmütigkeit der Politik: Investitionsrisiko
- Perspektive Bauwirtschaft: monolithisches Bauen mit Hanfbausteinen möglich, keine Dämmung notwendig - Spezialtechnik für Ernte notwendig - Züchtung von Körnersorten, die einheitlich abreifen und bereits im August beerntet werden  
- Sowohl Öl als auch Protein in Ölpresskuchen haben wertvolle ernährungsphysiologische Eigenschaften