Bundeslandreport
Die Förderaktivitäten und die Inanspruchnahme der unterschiedlichen Fördermaßnahmen orientierten sich an den strukturellen Gegebenheiten und Entwicklungen in den einzelnen Regionen. Je nach wirtschaftlicher Ausprägung, Branchenschwerpunkten und demografischer Dynamik ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Art und Umfang der Förderung. Diese regionalen Unterschiede werden in der Mittelverwendung sichtbar und spiegeln sich auch in den sektoralen Schwerpunkten wider.
Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft werden regionale Unterschiede anhand von Faktoren wie Anzahl der Betriebe, Betriebsgrößen, Produktionsschwerpunkte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich. Das Bundesland Niedersachsen, das traditionell stark landwirtschaftlich geprägt ist, nimmt dabei eine besondere Rolle ein.
Top-3-Bundesländer in der Kundengruppe „Land- und Forstwirtschaft“
Neugeschäft 2025 in Mio. Euro

Im Jahr 2025 entfiel ein Anteil von 30 % des gesamten Neugeschäfts auf die Land- und Forstwirtschaft in Niedersachsen. Dies entspricht einem Volumen von rund 575 Mio. EUR. Im selben Zeitraum wurden die volumenmäßig geringsten Anteile der Förderkredite für Land-, Forst- und Fischwirtschaft in Hessen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland verzeichnet.
Top-3-Bundesländer in der Kundengruppe „Agrarnahe Unternehmen“
Neugeschäft 2025 in Mio. Euro

Wichtige Standorte der agrarnahen Unternehmen korrespondieren häufig mit Regionen starker Primärproduktion. Dies ist unter anderem auf die enge Verzahnung mit landwirtschaftlichen Lohnbetrieben zurückzuführen. Dieser Zusammenhang spiegelt sich auch in der Verteilung der Fördermittel wider. Wie bereits im Bereich der Primärproduktion liegt Niedersachsen auch hier an der Spitze. Im Jahr 2025 wurden dort rund 204 Mio. EUR für Investitionen in vor- und nachgelagerte Bereiche bereitgestellt.
Top-3-Bundesländer in der Kundengruppe „Energieunternehmen“
Neugeschäft 2025 in Mio. Euro

Die Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien fällt im Jahr 2025 wieder besonders hoch aus. Rund zwei Drittel des zugesagten Volumens fließen nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Diese beiden Länder zählen regelmäßig zu den führenden Regionen im Bereich der Förderung der erneuerbaren Energien. Die Refinanzierung von Windkraft macht den größten Anteil des Fördervolumens aus. Im Gegensatz zu den Top-Regionen entfielen auf Thüringen, Sachsen und das Saarland vergleichsweise geringe Anteile des Fördervolumens für erneuerbare Energien. Nur insgesamt 1 % des Fördervolumens floss in diese drei Länder.
Top-3-Bundesländer in der Kundengruppe „Kommunen und kommunale Unternehmen“
Neugeschäft 2025 in Mio. Euro

Die Verteilung der Förderkredite für Investitionen im ländlichen Raum zeigt deutliche regionale Unterschiede. Rheinland-Pfalz verzeichnet in diesem Segment eine überdurchschnittliche Förderintensität und liegt deutlich vor Hessen und Bayern. Demgegenüber entfallen auf das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern nur geringere Anteile am Fördervolumen. Ein wesentlicher Erklärungsfaktor liegt in der Zusammenarbeit mit den Landesförderinstituten. In Bundesländern mit einer aktiven Einbindung dieser Institute stärkt die Kooperation die regionale Marktpräsenz der Rentenbank im Themenfeld „ländlicher Raum“ spürbar. Zudem spielt der ländliche Tourismus als Investitionstreiber eine Rolle. Dieser ist in Deutschland nicht gleichmäßig verteilt, sondern weist einen klaren räumlichen Schwerpunkt im süddeutschen Raum auf.
