Kommunen und kommunale Unternehmen
Die Förderung der ländlichen Räume ist ein tragender Pfeiler des gesetzlichen Auftrags der Rentenbank. Da die Land- und Forstwirtschaft untrennbar mit den wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen ihres Umfelds verwoben ist, zielt unser Engagement auf eine ganzheitliche Stärkung dieser Regionen ab.
Marktumfeld und strategische Ausrichtung
Ländliche Regionen stehen in den Bereichen Daseinsvorsorge, digitale Anbindung und Verkehrsinfrastruktur kontinuierlich vor strukturellen Herausforderungen. Unser Förderansatz verfolgt das Ziel, diese Räume nicht nur als Wirtschaftsstandorte zu erhalten, sondern sie ökologisch, sozial und wirtschaftlich aktiv weiterzuentwickeln.
Eine wesentliche Besonderheit dieser Sparte ist ihre branchenunabhängige Ausrichtung sowohl auf Unternehmen als auch auf Kommunen. Um eine flächendeckende Wirkung zu erzielen, setzt die Rentenbank in diesem Segment maßgeblich auf die Refinanzierung von Landesförderinstituten (LFI). Diese Kooperationen sind entscheidend, um die Marktpräsenz unserer Angebote zu steigern und kommunale Vorhaben direkt vor Ort effizient zu unterstützen.
Fördermaßnahmen im ländlichen Raum

Entwicklung des Neugeschäfts
Nachdem das Jahr 2024 durch ein herausforderndes Zinsumfeld geprägt war, verzeichnete die Kundengruppe „Kommunen und kommunale Unternehmen“ im Jahr 2025 eine deutliche Belebung. Das Neugeschäftsvolumen stieg auf 2.025 Mio. EUR an (Vorjahr: 1.736 Mio. EUR), was einem Zuwachs von rund 16,6 % entspricht.
Das Geschäftsjahr 2025 war – wie schon in den Vorjahren – von einer starken Nachfrage nach Globalrefinanzierungen der Rentenbank durch die Landesförderinstitute geprägt. Diese Entwicklung zeigt, dass Kommunen, kommunale sowie kommunalnahe Unternehmen einen hohen Finanzierungsbedarf haben.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den Landesförderinstituten. Durch diese langjährigen Partnerschaften können wir gezielt auf die Bedürfnisse der öffentlichen Hand eingehen und gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Finanzierung kommunaler Projekte schaffen.
Die Kundengruppe „Kommunen und kommunale Unternehmen“ behauptete mit einem Anteil von rund 31 % am gesamten LR-Förderkreditgeschäft (6,6 Mrd. EUR) ihre Position.
Neugeschäft Kundengruppe „Kommunen und kommunale Unternehmen“ in Mio. EUR

Investitionstreiber und regionale Schwerpunkte
Die bereitgestellten Mittel wurden vor allem für die ländliche Basisinfrastruktur und Projekte der Daseinsvorsorge eingesetzt. Die Landesförderinstitute haben diese Maßnahmen in den jeweiligen Bundesländern umgesetzt.
Im Fokus standen Investitionen in wichtige Infrastrukturprojekte, zum Beispiel den Bau und die Sanierung von Kindergärten, Schulen und anderen kommunalen Gebäuden. Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie verschiedene Klimaschutzmaßnahmen wurden mit den Mitteln unterstützt. Darüber hinaus wurden Straßen und weitere zentrale Einrichtungen für das Leben im ländlichen Raum gefördert.
Die Inanspruchnahme der Mittel folgt den regionalen strukturellen Gegebenheiten und der Aktivität der Finanzierungspartner. Durch die enge Verzahnung mit den Landesförderinstituten gelingt es, den spezifischen Bedarfen der Bundesländer gezielt Rechnung zu tragen.
Neben der technischen Infrastruktur fungiert weiterhin der ländliche Tourismus als wichtiger regionaler Investitionsmotor, wobei hier ein deutlicher räumlicher Schwerpunkt im mittel- und süddeutschen Raum festzustellen ist.
Mit diesen Maßnahmen wollen wir dazu beitragen, dass ländliche Regionen attraktiv bleiben und die notwendige Infrastruktur für die Menschen vor Ort gesichert und weiterentwickelt wird. Auch in Zukunft bleibt die Förderung kommunaler Infrastrukturprojekte ein wichtiger Schwerpunkt. Die Rentenbank wird weiterhin gemeinsam mit den Landesförderinstituten gezielt Mittel bereitstellen, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu stärken.