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Fördergeschäft

Den Schwerpunkt unserer Fördertätigkeit bildet das Programmkreditgeschäft.

Das Geschäftsjahr 2025 war durch einen kräftigen Anstieg unseres Neugeschäfts mit Programmkrediten geprägt - und das über alle Fördersparten hinweg.

Neugeschäft Programmkredite 2025
(insgesamt 6,6 Mrd. Euro)

Neugeschäft Programmkredite 2025

Das Volumen lag im Jahr 2025 mit knapp 6,6 Mrd. Euro um 82 % über dem Vorjahreswert. Die Anzahl der zugesagten Programmkredite blieb mit 10.880 nahezu unverändert zum Vorjahr.

Neugeschäft Programmkredite (in Mio. EUR)

Fördersparte  2025 2024
Landwirtschaft 1.910 1.438
Forstwirtschaft 9 6
Aquakultur und Fischwirtschaft 2 1
Agrar- und Ernährungswirtschaft 844 345
Erneuerbare Energien 1.768 76
Ländliche Entwicklung 2.025 1.736
Insgesamt 6.559 3.602

Umfangreiche Nachhaltigkeitsförderung im Rahmen des Programmkreditgeschäfts

Wir unterstützen nachhaltige Investitionen in der Agrarwirtschaft mit speziellen Förderprogrammen und Zinsboni (Top-Konditionen und Premium-Konditionen). Mit dem Programm „Energie vom Land“ fördern wir den Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere Investitionen von Landwirtinnen und Landwirten in Photovoltaik-, Biogas- und Windenergieerzeugung sowie von Windparkbetreibern im ländlichen Raum.

Auch in den Fördersparten „Landwirtschaft“, „Forstwirtschaft“ und „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ ist die Nachhaltigkeitsförderung in unterschiedlichen Programmen verankert. Ziele dieser Programme sind die Verbesserung des Tierwohls, sowie die Steigerung der Energieeffizienz und die Minderung von Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus dienen sie der Förderung des Naturschutzes, des Verbraucherschutzes und der Förderung des ökologischen Land­baus.

Förderprogramm „Zukunftsfelder im Fokus“ erweitert

Zukunftsfelder sind ausgewählte Themen, die die Rentenbank anhand des gesellschaftlichen und politischen Diskurses als besonders förderungswürdig und/oder innovativ identifiziert hat. Hier gelten die zusätzlich vergünstigten Premium-Konditionen. Das Programm ist flexibel und kann nach Bedarf angepasst werden.

Im Berichtsjahr förderten wir im Rahmen des Programms „Zukunftsfelder im Fokus“ Investitionsvorhaben mit 419 Darlehen in Höhe von 207,0 Mio. Euro zu Premium-Konditionen (2024: 300 Darlehen in Höhe von 89,9 Mio. Euro).

Im August erweiterten wir das Programm um das Zukunftsfeld „Alternative Proteine in der Human- und Tierernährung“. Mit diesem Zukunftsfeld unterstützt die Rentenbank unter anderem Investitionen in die Produktion und Verarbeitung von Algen, Insekten und proteinreichen Pilzen sowie in die Verarbeitung von heimisch angebauten Leguminosen. Alternative Proteinquellen finden sowohl in der menschlichen Ernährung als auch in der Tierernährung Anwendung.

Auf ein Förderangebot blicken wir im „UN-Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ 2026 besonders: Auf das Zukunftsfeld „Hofnachfolgerinnen und Existenzgründerinnen“. Wir verzeichneten hier im Berichtsjahr mit 102 zugesagten Darlehen die zweitgrößte Nachfrage innerhalb der Zukunftsfelder. Das Darlehensvolumen lag mit 47 Mio. Euro rund 184 % über dem Vorjahr.

Das Zukunftsfeld „Hofnachfolgerinnen und Existenzgründerinnen“ ist ein Baustein, um deutlich mehr Frauen die Hofübernahme oder eine Unternehmensleitung zu ermöglichen. Zugleich ist uns bewusst, dass eine erfolgreiche Betriebsübernahme neben einer Finanzierung auch persönliche Kompetenzen erfordert. Daher haben wir in Kooperation mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) 2024 ein Coaching-Programm für Frauen in der grünen Branche initiiert. Dessen Ziel ist es, durch Gründungsberatungen mehr Frauen zur Existenzgründung zu ermutigen. Angesichts der erfreulich hohen Nachfrage für dieses Förderprogramm haben wir die finanzielle Mittel im Jahr 2025 auf insgesamt 500.000 Euro erhöht. Zudem wurde die Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2026 verlängert.

Investitionen in nachhaltige Vorhaben deutlich gestiegen

Die Rentenbank fördert mit ihren Programmen grundsätzlich die Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft. Einige Programme dienen explizit der Förderung besonders nachhaltiger Vorhaben. Mit insgesamt 2,3 Mrd. Euro (2024: 365 Mio. Euro) flossen im Berichtsjahr 35 % unseres Förderneugeschäfts mit Programmkrediten in diese Programme, wobei Investitionen in erneuerbare Energien hier von knapp 80 % ausmachten.

Nachhaltige Investitionen (in Mio. EUR)

  2025 2024
Erneuerbare Energien 1.824 76
Tiergerechte Haltung 139 121
Emissionsminderung 49 64
Energieeffizienz 157 21
Ökologischer Landbau 60 46
Übrige 65 37
Insgesamt 2.294 365
Anteil am Neugeschäft Programmkredite (in %) 35 10

Rentenbank fördert Klimabilanzierung in der Landwirtschaft

Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen für die Landwirtschaft dar. Die Branche ist nicht nur von den Veränderungen betroffen, sondern möchte auch durch Emissionsreduktion und -bindung zum Klimaschutz beitragen. Ein wichtiger erster Schritt im Umgang mit diesen Herausforderungen ist die Analyse der individuellen Emissionen eines landwirtschaftlichen Unternehmens. Eine Klimabilanz ermöglicht es, die eigenen Emissionsquellen zu identifizieren und gezielt Möglichkeiten zur Reduktion zu definieren. Die Produktion von Lebensmitteln kann zwar nicht vollständig emissionsfrei erfolgen, jedoch gibt es Potenzial, den CO2-Fußabdruck weiter zu optimieren. Zudem bieten entsprechende Daten einen Mehrwert in Gesprächen oder Verhandlungen mit Partnern aus der Wertschöpfungskette, Banken und Versicherungen.

Daher führte die Rentenbank im Juli für Beratungskosten bei der Erstellung einer Klimabilanz Zuschüsse für landwirtschaftliche Betriebe ein. Die Rentenbank bezuschusst die Netto-Kosten der Beratung mit 90 %, maximal jedoch bis zu einem Betrag von 1.000 Euro. Bis zum Jahresende bewilligten wir 830 Anträge mit einem Zuschussvolumen von 0,8 Mio. Euro.

Zusätzlich erhalten landwirtschaftliche Unternehmen mit Klimabilanz seit Anfang Oktober bei Investitionen in Anlagevermögen außer Flächenkäufen einen Zinsvorteil von 0,25 Prozentpunkten. Bis Jahresende vergaben wir dafür 199 Darlehen in Höhe 92,5 Mio. Euro mit Zinsbonus.

Gebäudeinvestitionen prägen Neugeschäft in Fördersparte „Landwirtschaft“

Das Neugeschäft in der Fördersparte „Landwirtschaft“ stieg gegenüber dem Vorjahr um 32,8 %. Gebäudeinvestitionen, darunter Stallbauten, machten mit 590 Mio. Euro (Anteil: 31 %) den größten Teil des Finanzierungsvolumens aus. Unsere Förderung für Ställe stieg bereits im zweiten Jahr in Folge – auch durch Etablierung unseres Zukunftsfeldes „Stallumbauten für mehr Tierwohl“. Maschinenfinanzierungen erreichten im Berichtsjahr 532 Mio. Euro beziehungsweise einen Anteil von 28 %. Auf Darlehen für den Grunderwerb entfiel mit 409 Mio. Euro ein Anteil von 21 %.

Unterstützung des „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz“ (ANK) des Umweltministeriums

Auch im Jahr 2025 setzten wir das Zuschussprogramm „Investitionsförderung von Maschinen und Geräten zur Stärkung der natürlichen Bodenfunktionen in Agrarlandschaften“ im Rahmen des „Aktionsprogramms Natürlicher Klima­schutz“ (ANK-NABO) des BMUKN um. Aktuell ist die Laufzeit bis Ende 2026 geplant.

Die Bundesregierung hat sich mit dem ANK zum Ziel gesetzt, den allgemeinen Zustand und die Resilienz der Ökosysteme in Deutschland deutlich zu ver­bessern, so ihre Klimaschutzleistung zu stärken und damit einen dauerhaften Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Eine standortangepasste und nachhaltige Bodenbewirtschaftung ist der Garant für den Erhalt der natürlichen Bodenfunktionen, fördert die Boden­biodiversität und ist ein wichtiger Beitrag für den natürlichen Klimaschutz. Mit diesem Programm werden Maschinen und Geräte zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherfunktion von Böden und der Biodiversität in Agrarlandschaften gefördert, insbesondere Maschinen und Geräte zur bodenschonenden Bewirt­schaftung und Verringerung des Bodendrucks, zur mechanischen Unkraut­bekämpfung und zur extensiven Grünlandbewirtschaftung.

Neben landwirtschaftlichen Betrieben sind auch landwirtschaftliche Lohn­unternehmer, gewerbliche Maschinenringe und anerkannte Naturschutz­vereinigungen antragsberechtigt. Investitionsvorhaben werden mit einem Zuschuss von bis zu 65 % der Investitionssumme gefördert und können optional mit einem zinsgünstigen Förderdarlehen der Rentenbank zur Finanzierung des Restbetrags kombiniert werden.

Im Juni 2025 startete ein zweites Interessenbekundungsverfahren für die Kategorie A.1 „Maschinen und Geräte zur Bewirtschaftung wiedervernässter oder nasser Moorböden“ mit anschließender Einladungsrunde.

Im Jahr 2025 bewilligten wir 1.223 Anträge mit einem Gesamtzuschussvolumen von über 35,4 Mio. Euro. 188 Kunden nahmen optionale Darlehen der Rentenbank über insgesamt 14,4 Mio. Euro auf.

Neugeschäft in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ stark gestiegen

Der starke Anstieg des Neugeschäfts in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ um 145 % zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Nachfrage nach beihilfefreien Darlehen von Großunternehmen zurückzuführen, da diese Darlehen durch die Normalisierung der Zinskurve deutlich attraktiver waren. Maschineninvestitionen machten in der Sparte Agrar- und Ernährungswirtschaft mit 44 % beziehungsweise 373 Mio. Euro den größten Anteil am Neugeschäft aus, gefolgt von Gebäudefinanzierungen mit 26 % beziehungsweise 219 Mio. Euro.

Höhere Kreditnachfrage in der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“

Die Entwicklung der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ war hauptsächlich durch die Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen der Rentenbank in Höhe von 1,7 Mrd. Euro geprägt. Dies entsprach einem Anteil von 84 % des Neugeschäfts in dieser Fördersparte. Mit diesen Mitteln wurden insbesondere kommunale Strukturmaßnahmen im ländlichen Raum gefördert.