Energieunternehmen
Land- und Forstwirtschaft sowie ländliche Räume sind von entscheidender Bedeutung für das Gelingen der Energiewende. Ebenso ist bei den aktuellen politischen Herausforderungen die Notwendigkeit des Ausbaus von Erzeugungs- und Speicherungskapazitäten nicht mehr zu übersehen. Die Rentenbank unterstützt daher schon seit mehreren Jahren mit zinsgünstigen Förderkrediten den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion, -speicherung und -verteilung.
Ausbau von erneuerbaren Energien als Chance für eine sichere und stabile Energieversorgung
Die Weiterentwicklung von Solar-, Wind- und Bioenergie ist von zentraler Bedeutung für die Energiewende und gleichzeitig mit einem großen Kapitalbedarf verbunden. Damit einher gehen auch der Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur. Neben der Erneuerung bestehender Stromnetze müssen auch Verteilernetze und Speichermöglichkeiten erweitert und neu aufgebaut werden.
In Zukunft spielt die Versorgungssicherheit eine noch größere Rolle, neben der aber auch die Erfüllung der internationalen Klimaschutzziele nicht aus den Augen gelassen werden darf. Ebenso muss Deutschland als Wirtschaftsstandort den Ausbau grüner Technologien vorantreiben und damit langfristig für stabile und günstigere Energiepreise sorgen.
Erholung der Neuzusagen auf das über 20-Fache des Vorjahres
Nach einem unterdurchschnittlichen Jahr 2024 vor allem im Bereich Energieunternehmen konnten sich die Zahlen im Jahr 2025 von 76 Mio. EUR auf 1.768 Mio. EUR erholen und erreichten damit ein Hoch seit 2022.
Durch die veränderten Marktbedingungen im Jahr 2025 waren die Förderkredite der Rentenbank im Gegensatz zum Vorjahr wieder attraktiv. Investitionen im Bereich Windenergie machten erneut mit Abstand den größten Teil des Geschäfts im Bereich Energieunternehmen aus. Förderungen für Biogas und Photovoltaik konnten auf über das doppelte Finanzierungsvolumen gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden. Bioenergie nimmt mit einem kleinen Vorsprung mit 136,6 Mio. EUR einen leicht größeren Anteil ein als Photovoltaik mit 132,2 Mio. EUR. Von null Anträgen im Jahr 2024 konnten im Jahr 2025 für Agri-Photovoltaik-Projekte 31 Förderkredite in Höhe von 53,8 Mio. EUR zugesagt werden.
Die Anfragen für den Ausbau von Speichern und Verteilungsnetzen haben sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr um ein Vielfaches erhöht – auf ein Volumen von 41,1 Mio. EUR.
Neuzusagen in Mio. EUR


Durch den ECO-Tracker wird monatlich aufgezeichnet, wie viele Finanzierungen und welches Volumen die Rentenbank bereits in Förderkredite für Energieunternehmen investiert hat. Außerdem wird dadurch berechnet, wie viel Strom durch diese Investitionen potenziell erzeugt wird und wie viel CO₂ eingespart werden konnte.
Über eine halbe Million Haushalte können zukünftig durch die Investitionen im Jahr 2025 jährlich mit erneuerbarem Strom versorgt werden. Das entspricht einer Einsparung von jährlich 1.536.688 Tonnen CO₂eq.
Resilienz gegenüber Krisen: Unabhängigkeit durch Selbstversorgung
Der Ansporn, gegenüber Krisen widerstandsfähig zu sein, wächst mit den zunehmenden Herausforderungen. Vermehrt wird das Thema Autarkie interessant, nicht nur für Deutschland, sondern auch für die einzelnen Haushalte und Betriebe. Immer mehr Unternehmen setzen auf die Produktion des eigenen grünen Stroms durch Photovoltaik auf den verfügbaren Dachflächen. Auch Anträge im Zusammenhang mit Agri-Photovoltaik sind aufgrund der Privilegierung hofnaher Anlagen zur Selbstversorgung und der Doppelnutzung der Fläche für landwirtschaftliche Betriebe sehr interessant. Jedoch könnte die Überarbeitung des EEG zum Ende des Jahres 2026, zum Beispiel durch Abschaffung der Einspeisevergütung für kleinere Neuanlagen, dem weiteren Ausbau in Zukunft einen Dämpfer versetzen.