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Sachsen

Die Landwirtschaft in Sachsen zeichnet sich durch eine vielfältige und zugleich historisch geprägte Agrarstruktur aus. Besonders auffällig sind die großen Betriebsstrukturen, die ihren Ursprung noch in den ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) der DDR haben. Nach der Wiedervereinigung wurden viele dieser Betriebe als Agrargenossenschaften, GmbH oder andere juristische Personen weitergeführt. Diese juristischen Personen machen zwar nur etwa 11 % aller Betriebe aus, bewirtschaften jedoch rund 54 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

 

Steckbrief Sachsen

Links ist eine einfarbige Umrisskarte von Sachsen zu sehen. Rechts daneben stehen sechs Steckbrief-Informationen zur Landwirtschaft in Sachsen, jeweils mit einem einfarbigen Piktogramm. Die Angaben lauten: 'Betriebe 6.490', 'Ldw. genutzte Fläche 897.269 ha', 'Arbeitskräfte in der Landwirtschaft 27.969', 'Anzahl der Rinder 412.633', 'Anzahl der Schweine 488.496', 'Installierte Leistung an EE 7.357 MW'. Die Piktogramme zeigen einen Bauernhof, ein Feld, eine Person mit Hut, ein Rind, ein Schwein und eine Windkraftanlage.

Im Jahr 2025 wurden in Sachsen 299 Förderkredite mit einem Neugeschäftsvolumen von 79 Mio. EUR zugesagt. Der größte Anteil davon entfällt auf die Kundengruppe „Land- und Forstwirtschaft“ mit 60 Mio. EUR, gefolgt von den „agrarnahen Unternehmen“, die 8 Mio. EUR erhalten haben.

Die landwirtschaftlichen Standortbedingungen unterscheiden sich innerhalb des Bundeslands erheblich. Im Mittelsächsischen Lösshügelland, im Raum Leipzig sowie im Gebiet der Lommatzscher Pflege, einem der fruchtbarsten Ackerbaustandorte Deutschlands, haben die Böden ein sehr hohes Ertragspotenzial. Hier wird der Ackerbau von Marktfrüchten wie Getreide und Winterraps dominiert. Laut Landesamt werden rund 56 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche beziehungsweise 71 % der Ackerflächen für Druschfrüchte genutzt. Daher stellt der Anteil der Maschinen für den Ackerbau mit einem Neugeschäft von fast 27 Mio. EUR einen großen Investitionsblock dar. Davon entfallen 8 Mio. EUR auf Lohnunternehmen, die den „Agrarnahen Unternehmen“ zugeordnet sind.

In den Mittelgebirgs- und Vorgebirgslagen des Erzgebirges, Vogtlandes und der Oberlausitz gibt es jedoch auch Standorte, die sich nicht für den Ackerbau eignen. Hier finden sich die Grünlandstandorte Sachsens und die Betriebe mit einer stärkeren Ausrichtung auf den Futterbau und die Tierhaltung wieder. Der Viehbesatz in Sachsen liegt dennoch unter dem Bundesdurchschnitt. Dies zeigt sich auch im Neugeschäft. Bei den Stallneu- und -umbauten wurden nur 5 Kredite im Wert von 6 Mio. EUR zugesagt.

 

Neugeschäft nach Kundengruppe in Sachsen
in Mio. EUR

Balkendiagramm mit fünf vertikalen Balken, die die Jahre 2021 bis 2025 abbilden. Jeder Balken ist in vier farbige Segmente unterteilt, die verschiedene Kategorien darstellen: Land- und Forstwirtschaft (grün), Energieunternehmen (gelb), Agrarnahe Unternehmen (lila) sowie Kommunen und kommunale Unternehmen (türkis). Die Werte sind in absoluten Zahlen angegeben und reichen von 0 bis 260. Im Jahr 2022 ist der Gesamtwert mit 114 für Land- und Forstwirtschaft und 94 für Kommunen und kommunale Unternehmen am höchsten. Die Werte sinken in den Folgejahren deutlich. Die Legende unten ordnet die Farben den Kategorien zu. Die Grafik stammt aus dem Kontext des Förderberichts 2025.

Weiße Infografik mit den Umrissen des Bundeslandes Sachsen auf schwarzem Hintergrund. Innerhalb der einzelnen Regionen sind grüne, gelbe und blaue Balken sowie Zahlenwerte zu sehen. Über der Karte befindet sich eine Legende mit drei farbigen Balken, die die Bedeutung der Farben erklären. Die Zahlen und Balken zeigen regionale Unterschiede, wobei die längsten Balken in der Mitte des Bundeslandes liegen.