Navigation und Service der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Springe direkt zu:

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands und zugleich stark durch urbane und industrielle Räume geprägt. Die Land- und Forstwirtschaft ist daher kleinflächig strukturiert und steht in unmittelbarer Konkurrenz zu Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbeflächen. Hohe Bodenpreise und intensiver Nutzungsdruck führen zu einem starken Wettbewerb um landwirtschaftliche Flächen. Es wurden insgesamt Kredite in Höhe von 443 Mio. EUR refinanziert und rund 1.196 Anträge gestellt.

 

Steckbrief Nordrhein-Westfalen

Steckbrief Nordrhein-Westfalen

Die landwirtschaftlichen Standortbedingungen sind regional sehr unterschiedlich. Fruchtbare Bördelandschaften wie die Soester Börde, die Zülpicher Börde oder die Kölner Bucht profitieren von tiefgründigen Lössböden und günstigen klimatischen Bedingungen. Daneben spielen aber auch die beregnungsfähigen Sandstandorte, insbesondere am Niederrhein, im Münsterland sowie in Teilen Ostwestfalens, eine wichtige Rolle für den intensiven Sonderkulturanbau. Der Anbau dieser Kulturen erfordert dabei oft den Einsatz hochspezialisierter und teurer Technik. Dies ist unter anderem ein Grund dafür, dass Maschinen und technische Anlagen im Sektor der Landwirtschaft zusammen mit den Lohnunternehmen ein Neugeschäftsvolumen von über 117 Mio. EUR ausmachen (62 Mio. EUR davon durch Lohnunternehmen aus der Kundengruppe „Agrarnahe Unternehmen“).

Die Tierhaltung ist ein wesentlicher Schwerpunkt und macht Nordrhein-Westfalen zu einem der wichtigsten Veredelungsstandorte Deutschlands. Besonders das Münsterland ist bekannt für seine intensive Schweine- und Geflügelhaltung. Hier bestehen enge Verflechtungen zwischen Futtermittelwirtschaft, Stallbau, Schlachtunternehmen und der weiterverarbeitenden Ernährungsindustrie. Auch die Milchviehhaltung und Rinderzucht sind bedeutend, vor allem in den Grünlandregionen des Sauerlandes, Siegerlandes, Bergischen Landes, der Eifel sowie in Teilen Ostwestfalens. Die starke Stellung der Tierhaltung geht Hand in Hand mit den Neugeschäftszahlen im Bereich des Stallbaus. So wurden im Jahr 2025 über 23 Mio. EUR für den Stallneu- oder -umbau refinanziert (davon 15 Mio. EUR für Rinderställe, 5 Mio. EUR für Schweineställe und 3 Mio. EUR für Geflügelställe).

In NRW haben sich leistungsstarke Cluster aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel entwickelt. Landwirtinnen und Landwirte arbeiten vielfach in festen Vertragsbeziehungen mit Unternehmen der Lebensmittelindustrie, etwa im Gemüsebau für Frisch- und Tiefkühlware mit klar definierten Abnahme- und Qualitätsstandards. Gleichzeitig sind große Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe in NRW angesiedelt, die eng mit der regionalen Tierproduktion vernetzt sind. Die räumliche Nähe sorgt für kurze Lieferketten, hohe Effizienz und eine starke Integration der Landwirtschaft in die agrar- und ernährungswirtschaftliche Wertschöpfungskette.

 

Neugeschäft nach Kundengruppe in Nordrhein-Westfalen
in Mio. EUR

Neugeschäft nach Kundengruppe in Nordrhein-Westfalen

Neugeschäft Nordrhein-Westfalen in Mio. EUR