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Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands und zugleich stark durch urbane und industrielle Räume geprägt. Die Land- und Forstwirtschaft ist daher kleinflächig strukturiert und steht in unmittelbarer Konkurrenz zu Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbeflächen. Hohe Bodenpreise und intensiver Nutzungsdruck führen zu einem starken Wettbewerb um landwirtschaftliche Flächen. Es wurden insgesamt Kredite in Höhe von 443 Mio. EUR refinanziert und rund 1.196 Anträge gestellt.

 

Steckbrief Nordrhein-Westfalen

Links ist eine Umrisskarte von Nordrhein-Westfalen zu sehen. Rechts daneben sind sechs einzelne Piktogramme mit jeweils einer Kennzahl und einer kurzen Beschriftung angeordnet. Die Piktogramme stehen für Betriebe, landwirtschaftlich genutzte Fläche, Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Anzahl der Rinder, Anzahl der Schweine und installierte Leistung aus erneuerbaren Energien. Die Zahlen lauten: Betriebe 33.576, landwirtschaftlich genutzte Fläche 1.489.080 ha, Arbeitskräfte in der Landwirtschaft 117.260, Anzahl der Rinder 1.244.532, Anzahl der Schweine 4.624.000, installierte Leistung auf EE 25.364 MW. Die Gestaltung ist klar und reduziert, mit einfarbigen Linienzeichnungen.

Die landwirtschaftlichen Standortbedingungen sind regional sehr unterschiedlich. Fruchtbare Bördelandschaften wie die Soester Börde, die Zülpicher Börde oder die Kölner Bucht profitieren von tiefgründigen Lössböden und günstigen klimatischen Bedingungen. Daneben spielen aber auch die beregnungsfähigen Sandstandorte, insbesondere am Niederrhein, im Münsterland sowie in Teilen Ostwestfalens, eine wichtige Rolle für den intensiven Sonderkulturanbau. Der Anbau dieser Kulturen erfordert dabei oft den Einsatz hochspezialisierter und teurer Technik. Dies ist unter anderem ein Grund dafür, dass Maschinen und technische Anlagen im Sektor der Landwirtschaft zusammen mit den Lohnunternehmen ein Neugeschäftsvolumen von über 117 Mio. EUR ausmachen (62 Mio. EUR davon durch Lohnunternehmen aus der Kundengruppe „Agrarnahe Unternehmen“).

Die Tierhaltung ist ein wesentlicher Schwerpunkt und macht Nordrhein-Westfalen zu einem der wichtigsten Veredelungsstandorte Deutschlands. Besonders das Münsterland ist bekannt für seine intensive Schweine- und Geflügelhaltung. Hier bestehen enge Verflechtungen zwischen Futtermittelwirtschaft, Stallbau, Schlachtunternehmen und der weiterverarbeitenden Ernährungsindustrie. Auch die Milchviehhaltung und Rinderzucht sind bedeutend, vor allem in den Grünlandregionen des Sauerlandes, Siegerlandes, Bergischen Landes, der Eifel sowie in Teilen Ostwestfalens. Die starke Stellung der Tierhaltung geht Hand in Hand mit den Neugeschäftszahlen im Bereich des Stallbaus. So wurden im Jahr 2025 über 23 Mio. EUR für den Stallneu- oder -umbau refinanziert (davon 15 Mio. EUR für Rinderställe, 5 Mio. EUR für Schweineställe und 3 Mio. EUR für Geflügelställe).

In NRW haben sich leistungsstarke Cluster aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel entwickelt. Landwirtinnen und Landwirte arbeiten vielfach in festen Vertragsbeziehungen mit Unternehmen der Lebensmittelindustrie, etwa im Gemüsebau für Frisch- und Tiefkühlware mit klar definierten Abnahme- und Qualitätsstandards. Gleichzeitig sind große Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe in NRW angesiedelt, die eng mit der regionalen Tierproduktion vernetzt sind. Die räumliche Nähe sorgt für kurze Lieferketten, hohe Effizienz und eine starke Integration der Landwirtschaft in die agrar- und ernährungswirtschaftliche Wertschöpfungskette.

 

Neugeschäft nach Kundengruppe in Nordrhein-Westfalen
in Mio. EUR

Balkendiagramm mit fünf vertikal angeordneten, unterschiedlich hohen Farbbalken. Jeder Balken steht für ein Jahr von 2021 bis 2025 und ist in vier farbige Segmente unterteilt: Grün für Land- und Forstwirtschaft, Gelb für Energieunternehmen, Blau für Agrarnahe Unternehmen und Lila für Kommunen und kommunale Unternehmen. Die Zahlen auf den Segmenten geben die jeweiligen Werte an. Die Gesamtwerte steigen von 2021 bis 2025 deutlich an, wobei das Jahr 2025 den höchsten Wert mit 19 für Energieunternehmen, 128 für Agrarnahe Unternehmen, 176 für Kommunen und kommunale Unternehmen sowie 241 für Land- und Forstwirtschaft aufweist. Die Legende unten erklärt die Farbcodierung.

Karte von Nordrhein-Westfalen mit eingezeichneten Verwaltungsgrenzen. In den einzelnen Regionen sind unterschiedlich lange, waagerechte Balken in Grün, Gelb und Türkis zu sehen, die jeweils mit Zahlenwerten zwischen 1,2 und 3,8 beschriftet sind. Oben links befindet sich eine Legende mit drei farbigen Balken in Grün, Gelb und Türkis, die jedoch keine weitere Beschriftung aufweist. Die Zahlen und Balken verdeutlichen regionale Unterschiede, vermutlich in Bezug auf einen bestimmten Förderindikator.