S1-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
Die Rentenbank definiert Zielsetzungen für den Umgang mit ihrer Belegschaft, die auf die Weiterentwicklung fairer und gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen, die Förderung von Chancengerechtigkeit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ausgerichtet sind. Die Zielsetzungen dienen als Orientierungsrahmen für personalbezogene Maßnahmen und unterstützen die strukturierte Steuerung arbeitsbezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen. Sie werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt.
Diverse in ESRS S1-1 genannte Konzepte der Rentenbank münden in Ziele. Diese werden im Rahmen der jeweiligen Konzepte erstellt, mit Zeithorizonten und internen Ansprechpartnern verbunden und verfolgt. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über einige der Themen, die interne Zielsetzungen zur Folge haben.
| Thema | Ziel | Beispielhafte Maßnahmen | Zeithorizont der beispielhaften Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Gleichstellung | Umsetzung der im Gleichstellungsplan 2024-2027 festgelegten Ziele, unterteilt in drei Themenblöcke: | Anteil weiblicher Führungskräfte im 1. Führungskreis auf 30 % steigern | 31. Dezember 2026 |
| Etablierung eines Prozesses zur Identifizierung und Durchführung von Schulungsmaßnahmen vor beziehungsweise unmittelbar nach Rückkehr aus Eltern-/Pflegezeit | 31. Dezember 2027 | ||
| Prüfung der Übernahme von Kinderbetreuungskosten bei dienstlicher Abwesenheit | 31. Dezember 2027 | ||
| Vereinbarkeit von Beruf und Familie | Umsetzung der im Rahmen des audit berufundfamilie vereinbarten Maßnahmen, unterteilt in folgende Themenfelder: Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation, Führung, Personalentwicklung, Service für Familien | Aktives Zugehen auf Beschäftigte mit familiären Aufgaben, um ihnen die Möglichkeiten bei der familienbewussten Gestaltung der Arbeit darzustellen Möglichkeit des Führens in Teilzeit kommunizieren und bei der Gestaltung bei Bedarf entsprechend berücksichtigen |
Fortlaufend |
| Zusätzliche Ziele des Nachhaltigkeitsprogramms | Stärkung der Inklusion | Erhöhung des Bewerbungseingangs von Menschen mit Behinderung | Fortlaufend |
| Förderung der Diversität | Erarbeitung eines Konzeptes zum Onboarding von internationalen Fachkräften, um ihren Einstieg in die deutschsprachige Organisation zu erleichtern und ihre Integration in den Teams zu unterstützen | 31. Dezember 2028 | |
| Ausbau des Führungs- und Bindungsmanagements | Ermittlung der künftigen Kompetenzbedarfe der Organisation als Grundlage für die weitere Personalentwicklung und das Recruiting in der Bank | 31. Dezember 2026 |
Ziele im Umgang mit potenziellen negativen Auswirkungen
Ein Schwerpunkt der Zielsetzungen liegt auf der Reduzierung arbeitsbezogener Belastungen sowie auf der Unterstützung von Mitarbeitenden in sensiblen Lebensphasen. Ziel ist es, potenzielle negative Auswirkungen insbesondere im Zusammenhang mit Eltern- und Pflegezeiten frühzeitig zu berücksichtigen und einen stabilen Kontakt zur Organisation aufrechtzuerhalten.
Die Rentenbank verfolgt in diesem Zusammenhang die Zielrichtung, bestehende Unterstützungs- und Begleitformate kontinuierlich weiterzuentwickeln und ergänzende Ansätze bedarfsgerecht zu prüfen. Dabei sollen insbesondere Informationsflüsse, individuelle Begleitung sowie der Übergang zurück in den Arbeitsalltag strukturiert unterstützt werden. Rückmeldungen aus Beteiligungs- und Dialogformaten werden bei der Weiterentwicklung dieser Zielsetzungen berücksichtigt.
Ziele zur Verstärkung positiver Auswirkungen
Weitere Zielsetzungen richten sich auf die Stärkung positiver Effekte für Motivation, Entwicklungsmöglichkeiten und langfristige Mitarbeitendenbindung. Die Bank verfolgt das Ziel, Arbeitsbedingungen so weiterzuentwickeln, dass sie unterschiedliche Lebensmodelle und Karriereverläufe unterstützen und individuelle Entwicklungsperspektiven eröffnen.
Hierzu zählt insbesondere die Weiterentwicklung flexibler Führungs- und Karrieremodelle (beispielweise Führungstandems oder Führung auf Probe), die es Mitarbeitenden ermöglichen, Führungsverantwortung schrittweise oder in alternativen Organisationsformen zu übernehmen. Diese Zielrichtungen sollen dazu beitragen, Entwicklungsmöglichkeiten zu verbreitern und Hemmschwellen beim Übergang in Führungsrollen zu reduzieren.
Ziele zur Förderung von Chancengerechtigkeit und Vielfalt
Ein weiterer Fokus der Zielsetzungen liegt auf der Förderung von Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion. Die Rentenbank verfolgt das Ziel, unabhängig von Geschlecht, Lebenssituation oder persönlichen Rahmenbedingungen gleiche Entwicklungsmöglichkeiten zu unterstützen und strukturelle Barrieren schrittweise abzubauen.
Dazu gehört insbesondere die gezielte Förderung von Frauen in Führungs- und Entwicklungspositionen sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenslagen bei der Ausgestaltung von Arbeits- und Karrierebedingungen. Die Zielrichtungen werden regelmäßig überprüft und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst.
Ziele zur Steuerung wesentlicher Risiken und Chancen
Zur langfristigen Sicherung der Leistungsfähigkeit der Organisation tragen die Zielsetzungen auch personalbezogenen Risiken und Chancen Rechnung, etwa im Zusammenhang mit Arbeitsbelastung, Fachkräftesicherung, demografischen Entwicklungen und Kompetenzanforderungen.
Impulse aus internen Analysen und Beteiligungs- und Dialogformaten fließen in die Zieldefinition und Priorisierung ein. Externe Einschätzungen, insbesondere im Rahmen des audit berufundfamilie, ergänzen diese Perspektive und unterstützen die kontinuierliche Weiterentwicklung der Zielrichtungen.